WWF-Tag der Tropenwälder
Zeichen setzen für den Schutz der Regenwälder
Bettina Wulff und Enie van de Meiklokjes besuchten 90 Grundschüler zum Tag der Tropenwälder auf dem Berliner Schlossplatz. Die Veranstaltung machte auf die bedrohten Regenwälder aufmerksam. WWF-Vorstand Eberhard Brandes kritisierte den hohen Fleischkonsum.
Der 35 Meter große Urwaldriese war nur schwer zu halten. Immer wieder wankte er, drohte umzukippen. Passend zum Tag der Tropenwälder kämpften die Mitarbeiter vom WWF für einen gigantischen Baum, allerdings nur einen luftgefüllten. Begleitet von heftigen Windböen wurde dieser auf dem Berliner Schlossplatz aufgepumpt und sollte symbolisch die bedrohten Regenwälder repräsentieren. Mit Seilen versuchte man nun dessen Schicksal zu retten, und tatsächlich - er flog nicht davon.

Zum bereits 22. Mal veranstaltete der WWF am 14. September den Tag der Tropenwälder:
Die Gattin des Bundespräsidenten, Bettina Wulff, nutzte den Anlass, um auf die bedrohten Regenwälder aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit der Waldmeisterin Enie van de Meiklokjes, dem WWF-Vorstand Eberhard Brandesund 90 Berliner Grundschülern setzte sie ein Zeichen für den Naturschutz.
Deutsche Schweine fressen brasilianisches Soja
Der Wald sei für viele Menschen auf der Welt eine wichtige die Lebensgrundlage, sagte Wulff und freute sich deshalb besonders über das Engagement der Kinder, sich für den Schutz der Tropen einzusetzen. Eberhard Brandes appellierte, der Naturschutz müsse bei jedem einzelnen beginnen: „Holzprodukte sollten das FSC-Siegel tragen, der Papierverbrauch so gering wie möglich sein und auch die Reduzierung des Fleischkonsums hat einen Einfluss.“ Deutsche Schweine würden mit brasilianischem Soja gefüttert, welches wiederum auf gerodeten Regenwaldflächen angebaut wird.
Auf Hamburger verzichten

Für die Jungen und Mädchen der Stechlinsee-Grundschule ist das jedoch nichts Neues. Die Klasse 6b hatte sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung mit dem Thema im Unterricht beschäftigt. „Wir haben gelernt, wo die Regenwälder abgeholzt werden und auch warum“, erklärte der 11-jährige Béla und fügt an: „Die Flächen werden auch als Rinderfarmen benutzt.“ Ein Grund für ihn, in Zukunft auf Hamburger zu verzichten - zumindest versuchen will er es.
Auch sein Klassenkamerad Elias weiß Bescheid: „Wir haben gelernt, wir sollten am besten kein Tropenholz im Baumarkt kaufen. Eichenholz aus Deutschland ist da viel besser.“
Kinder wünschen sich mehr Elektroautos und Fahrradfahrer
Abschließend ließen die Schüler Luftballons in den stürmischen Berliner Himmel steigen. An diesen flatterten kleine Zettel mit den ganz persönlichen Wünschen der Kinder. Diese seien erstaunlich reif gewesen, befand WWF-Mitarbeiterin Marion Junkersdorf. „Sich Elektroautos oder mehr Fahrradfahrer in der Stadt zu wünschen, zeugt schon davon, dass die Kleinen verstanden haben, wie Umweltschutz funktioniert.“
Jeder kann einen Beitrag leisten
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Bettina Wulff
"Die Wälder der Erde sind eine unglaubliche Schatzkammer der Natur. Sie produzieren unseren Sauerstoff zum Atmen und bilden so das Fundament, auf dem die Menschheit steht. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Kindern und Kindeskindern, diesen Schatz für kommende Generationen zu bewahren."




